Usbekistan: Sehenswürdigkeiten der Seidenstraße | ZRB

Usbekistan: Sehenswürdigkeiten entlang der Seidenstraße

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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9 Antworten

  1. Frank sagt:

    Hallo David, ein guter Blog!
    Zum Bild vom Eisenbahnmuseum in Taschkent: Dies scheint eine deutsche Lokomotive aus dem Krieg zu sein, in Deutschland unter BR 50/52 geführt (aber ich bin da nicht der Spezi).
    Gleich mal ‘ne Frage: Wie sind eigentlich die Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung auf den usbekischen Bahnhöfen, speziell in Taschkent. Schalter, Automaten, evtl. Preise und Zuverlässigkeit bekannt?
    Danke und viele Grüße
    Frank

    • David sagt:

      Hallo Frank,

      danke für den Hinweis zur Lok. Ich kenne mich da leider auch kaum aus, ich fahre halt im Zug und nicht den Zug ;-)

      Zur Gepäckaufbewahrung: Leider kann ich dir dazu nicht viel sagen. In Tashkent hatte ich mein Zimmer um einen halben Tag verlängert, weil der Zug nach Turkestan ja erst am späten Abend geht. Daher konnte ich mein Gepäck einfach im Zimmer lassen.

      Ich nehme aber an, dass – falls dort eine Gepäckaufbewahrung vorhanden ist – diese recht sicher sein dürfte: Man wird jedes mal kontrolliert, wenn man das Bahnhofsgebäude betreten will. Du musst Ausweis und Fahrkarte zeigen und dein Gepäck wird geröntgt. Das gilt übrigens auch, wenn du ins Hotel dort willst.

      Ich hatte die Gepäckaufbewahrung in Ashgabat (Turkmenistan) für ein paar Stunden genutzt. Das war ein normaler Raum, mit einer böse drein schauenden Aufpasserin davor. Die machte zwischen 12.30 und 13.30 Mittag, sodass man um die Zeit dann nicht an sein Gepäck kam. Die Preise für die Aufbewahrung in Ashgabat waren für die paar Stunden meiner Erinnerung nach vergleichsweise hoch – zumindest, wenn man sie mit den Zugticket-Preisen vergleicht.

      Viele Grüße,

      David

    • Uli Ulziffer sagt:

      Auf der Stirnseite der Lokomotive steht “GERMANIA im Jahr 1943”

      ULI

  2. Josephine sagt:

    Hi David, vielen Dank für diesen Blog, er ist super hilfreich, werde Usbekistan im April bereisen!
    Habe noch ein paaar Fragen – vielleicht könntest du die beantworten? Findet man immer und überall Händler, die zum Schwarzmarktkurs tauschen? Warst du mal im Ferghanatal? Oder hast Leute getroffen, die davon berichtet haben? Wir haben 16 Tage in Usbekistan und ich frage mich, ob die oben genannten Städte “zu wenig zu sehen” sind für diese Zeit?! Vielen Dank für die Antworten, liebe Grüße!

    • David sagt:

      Hallo Josephine,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich hatte lediglich einmal in Chiwa Probleme, Geld zu wechseln. Dort sind die “offiziellen Schwarzhändler” immer nur auf dem Markt, der aber schon am späten Vormittag abgebaut wird. Ich war aber erst am späten Nachmittag in der Stadt und da war dort schon nichts mehr los. Durch Zufall habe ich dann einen Usbeken getroffen, der jemanden angerufen hat, der mir das Geld dann gewechselt hat.

      In den anderen Städten war es kein Problem, Schwarzhändler zu finden. In Buchara bin ich das erste Mal mit Madina vom Madina&Ilyos Guesthouse zu einem Schwarzhändler gefahren. In Samarkand konnte man das Geld ebenfalls einfach auf dem Basar wechseln.

      Zum Ferghanatal kann ich leider gar nichts sagen – liegt leider nicht entlang einer Bahnlinie ;-) Bei 16 Tagen solltet ihr aber noch Zeit für ein oder zwei andere Orte haben.

      Viele Grüße,

      David

      • Uli Ulziffer sagt:

        Das FERGHANA-Tal ist das am dichtesten besiedelte und wirtschaftlich stärkste Gebiet in Zentralasien, mit den Grossstädten ANDIJAN, NAMANGAN, KOKAND, FERGANA und OSCH. Mit 12 Mio. Einwohnern lebt etwa ein Fünftel der Bevölkerung Zentralasiens im Ferganatal. Man kann es als das Zentrum Zentralasiens betrachten. Kokand war die Hauptstadt des damaligen Khanats.

        Das Ferganatal ist aber heute auf die drei Staaten Usbekistan, Kirgisien und Tajikistan aufgeteilt und zerrissen, mit sehr bizarren Grenzlinien. Die Grenzen sind umstritten und es gibt immer wieder Unruhen unter den Völkern. Beim Reisen dort muss man sich auf häufige Polizeikontrollen einstellen.

        Andererseits ist es landschaftlich sehr schön gelegen, zwischen den Bergketten des TIANSHAN und des ALAI, und bewässert vom Syr-Darja, angeblich berühmt für Obst, Baumwolle und Seide.

        Am besten hat mir die Stadt OSCH gefallen, eine der beiden Hauptstädte in Kirgisien.

        ULI

      • Uli Ulziffer sagt:

        Das Ferganatal liegt sehr wohl an einer Bahnlinie, einer alten und einer neuen.

        Nachdem die Neubaustrecke von Angren nach Pap fertiggestellt ist [die alte Hauptlinie führte teilweise über Territorium von Tajikistan], fahren die Züge von Taschkent auf kürzerem, direkten Weg ins Ferganatal. Es gibt 2-3 mal täglich eine Verbindung von TASCHKENT über KOKAND und FERGANA (Margilan) bis nach ANDIJAN. 2 mal wöchentlich auch einen Zug von MOSKAU ins Ferganatal nach Andijan, woran man die Wichtigkeit des Ferganatals erkennen kann.

        Und die Bahnlinie ging früher über Andijan hinaus nach OSCH (Kirgisien). Aber, ob da heute noch Personenverkehr ist, bezweifle ich. Es sind nur wenige Kilometer über die Grenze nach Kirgisien und da kann man auch mit dem Taxi fahren.

        ULI

    • Uli Ulziffer sagt:

      Das FERGHANA-Tal ist das am dichtesten besiedelte und wirtschaftlich stärkste Gebiet in Zentralasien, mit den Grossstädten ANDIJAN, NAMANGAN, KOKAND, FERGANA und OSCH. Mit 12 Mio. Einwohnern lebt etwa ein Fünftel der Bevölkerung Zentralasiens im Ferganatal. Man kann es als das Zentrum Zentralasiens betrachten. Kokand war die Hauptstadt des damaligen Khanats.

      Das Ferganatal ist aber heute auf die drei Staaten Usbekistan, Kirgisien und Tajikistan aufgeteilt und zerrissen, mit sehr bizarren Grenzlinien. Die Grenzen sind umstritten und es gibt immer wieder Unruhen unter den Völkern. Beim Reisen dort muss man sich auf häufige Polizeikontrollen einstellen.

      Andererseits ist es landschaftlich sehr schön gelegen, zwischen den Bergketten des TIANSHAN und des ALAI, und bewässert vom Syr-Darja, angeblich berühmt für Obst, Baumwolle und Seide.

      Am besten hat mir die Stadt OSCH gefallen, eine der beiden Hauptstädte in Kirgisien.

      ULI

  3. Uli Ulziffer sagt:

    Dass TASCHKENT “nicht so beliebt bei westlichen Reisenden” ist, lässt sich sehr einfach erklären:

    Taschkent ist 1966 bei einem Erdbeben weitgehend zerstört worden. Historische Sehenswürdigkeiten haben dies nicht überlebt. Es ist dann in den sechziger und folgenden Jahren im Sowjet-Stil wieder aufgebaut worden: einige Parks, grosse Plätze. breite Strassen und viele Plattenbauten, aber nichts Sehenswertes, kein orientalische Leben, nur Sowjet-Kultur und Lenin. Taschkent sieht aus wie jede andere sowjetische Stadt zwischen Brest und Wladiwostok.

    Den Orient und die Seidenstrasse findet man in SAMARKAND, BUCHARA und KHIVA (Chiwa), wobei man über Chiwa streiten kann, es ist eine tote Museumsstadt.

    ULI

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