Nachtzüge: Einstieg der Deutschen Bahn wird konkreter | Zugreiseblog

Nachtzug-Geschäft: Wiedereinstieg der Deutschen Bahn wird konkreter

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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15 Antworten

  1. PB sagt:

    “Nachdem in Deutschland der „Ausstieg vom Ausstieg“ im Hinblick auf tatsächliche Klima- und Umweltkatastrophen aber eine gewisse Tradition hat, ist es wenig überraschend, dass die Deutsche Bahn den erneuten Einstieg in das Nachtzug-Geschäft vorantreibt.” – herrlich! Hätte man nicht besser ausdrücken können!

  2. Christian Maisch sagt:

    Wenn die DB es nicht auf die Reihe bekommt das komplette Fahrakartenangebot für die Nachtzüge auf seiner Internetseite anzubieten, buche ich einfach bei der ÖBB. Da kann man auch Startpunkte eingeben, die im Ausland liegen.

  3. Wenn die österreichischen Züge ständig in Deutschland herumfahren, fehlen die dann nicht in Österreich?

    Ich persönlich finde Schlaf- oder Liegewagen übrigens gar nicht soo wichtig, weil ich sowieso nie richtig schlafen kann. Ich fände es schon einen Gewinn, wenn die normalen Züge auch nachts fahren, anstatt immer mal wieder eine Nacht im Bahnhof oder im Park verbringen (oder ewig kompliziert planen) zu müssen.

    • Stefan Ziegler sagt:

      Es gibt schon einige ICEs auf den Hauptrouten, die nachts fahren, also abends starten und an morgen ankommen.
      Für ein durchgehend getaktetes Angebot (alle 1 oder 2 h) sind es vermutlich zu wenig Fahrgäste.

      • Thorben sagt:

        Das Angebot ist teils schon extrem gut. Zwischen Frankfurt und Berlin hat an manchen Tagen viele Möglichkeiten, über Nacht voranzukommen.

  4. Sehr gut, dass in diesem Markt wieder etwas Bewegung ist, wenngleich auch nur unzureichend. Ein attraktives Angebot schafft Nachfrage, wie ja die jüngsten Preissenkungen gezeigt haben. Geschäftssparten rentabel ausbauen, dafür werden Manager bezahlt. Abwürgen kann jeder. Das ist keine Kunst. Übrigens: Fahrradabteile gehören natürlich auch dazu.

  5. R. Ergot sagt:

    Ich finde Nachtzüge unheimlich wichtig. Vor allem, wenn man z.b. von Berlin nach Innsbruck oder von Berlin nach Villach durchfahren könnte in der Nacht wäre es ein riesen Vorteil. Es würde die ganze umsteige Rey wegfallen die man am Tage hat. Und dann käme man auch noch früh ausgeschlafen am Zielort an und könnte seinen Urlaub einfach mal schnell beginnen.

    • Biggi Gooder sagt:

      Ja, Bln.-Villach Ware gut, zur Weiterfahrt, eröffnet Möglichkeiten zur Weiterfahrt nach Slowenien oder Kroatien. Es muss ja nicht täglich eine Zugverbindung sein. Die einstigen Autoreisezüge sind auch nur ein bis zweimal pro Woche an ein bestimmtes Ziel gefahren und waren immer gut ausgebucht. Ich verstehe auch nicht, weshalb Nachtzüge nach Venedig und Rijeka erst ab München starten und nicht schon im Norden Deutschlands beginnen. Die Nachtzüge sollten aber unbedingt Schlaf- und Liegewagen haben wegen der Bequemlichkeit. !!!! Im Sitzen ist schlafen blöd.

    • Joa Falken sagt:

      Mehr direkte ICE von Berlin bis Innsbruck wären auch schon eine Verbesserung (derzeit 1*/Woche).
      Der hält übrigens nirgendwo zwischen München und Erfurt, mit Durchfahrt in Nürnberg.

      Ein weiterer ICE verkehrt auch nur Samstags zwischen Innsbruck und Hamburg; hält in Südrichtung in Würzburg und Augsburg und in Nordrichtung in Augsburg, Donauwörth und Treuchtlingen, also ebenfalls nicht in Nürnberg. Sonst sind ja die Nachtzüge die einzige Verbindung (aber nicht nach Berlin).

  6. Hartmut Grothe sagt:

    Die NJ der ÖBB sind jetzt während der Corona Zeit eingestellt. Im Inland von Österreich fahren jedoch diese weiter, somit hab eich mich einfach einmal auf die Fahrt von Wien nach Bregenz begeben, nach Bregenz mit dem Autoreisezug(führt Transport Wagen für Autos bis Feldkirch).Ich buchte Schlafwagen Single de Lux(mit Dusche und WC im Abteil). Ich kann nur sagen, es war eine coole ruhige Fahrt und der Planmäßig Ankunft in Bregenz gewährleistet. Ich kann nur die Nachtverbindungen empfehlen. Bald ist es ja wieder soweit, das der Nachtzugverkehr mit den NJ ende Juni 2020 wieder aufgenommen wird. Sicherlich wird dann auch wieder das normale Frühstücksangebot im Schlaf-und Liegewagen geben. Während der Corona Zeit gab es ein sehr abgespecktes Frühstück. Reise über Nacht von einem Ort zum anderen ist für mich eine Wertvolle Angelegenheit somal auch die Wagen der ÖBB, Schlaf und Liegewagen ständig modernisiert werden. Weiter so.

  7. Joa Falken sagt:

    Wesentlich ist die Tarifkooperation mit den Anschlußzügen / Umsteigeverbindungen, so dass man genauso von degressiven Preisstaffelungen profitiert, als ob die gesamte Reise im Inland wäre. Das betrifft nicht nur die DB, sondern auch die übrigen Anbieter bzw. Betreiber im Nahverkehr, und natürlich auch Anschlüsse in Österreich

    Nachdem die Nachtzüge nicht so ein Massenmarkt sind, ist es für mich in Ordnung, wenn es nur wenige Anbieter sind, die sich da beteiligen, und wenn die DB Fernverkehr nicht dazu gehört. Allerdings sind die Trassenpreise der DB Netz diskriminierend gegenüber Nachtzügen, weil in der Nacht verkehrende ICE größere Strecken bis 6 Uhr zurücklegen können, wenn es niedrigere Trassenpreise gibt, während der konventionelle Nachtzug mit Schlaf- und Liegewagen ab 6 Uhr die höheren Tages-Trassenpreise zahlt. Das führt u.a. dazu, dass die Nachtzüge Berlin-Wien nicht mehr die direkte Strecke über Dresden, sondern einen Umweg über Breslau fahren. Corona-bedingt werden die Mini-Suites der ÖBB noch wichtig, sofern sie ein getrennte Belüftung mit ausschließlich Frischluft erhalten.
    Auch bei den anderen Schlafwagen wäre eine Aussage oder Veränderung hilfreich, dass nur frische Luft zugeführt wird, kein Umluft-Mischbetrieb.

  8. Karl sagt:

    Warte schon lange drauf.

  9. Joa Falken sagt:

    Der Bund als Eigentümer finanziert generell nicht den Erwerb einzelner Zuggarnituren,´. Das wäre eine unternehmerische Entscheidung, die die DB eigenständig treffen könnte. Auch bei den ICE gibt es keine Finanzierungsbeihilfe, z.B durch eine Aufstockung des Eigenkapitals. Im Nahverkehr entsprechend, auch wenn die festen und mehrjährigen Bestellerverträge natürlich eine Refinanzierung (AMortisation) gewährleisten.

    “Der Bund plane jedenfalls nicht, Geld dafür bereitzustellen, erklärte der Bahnbeauftragte der Bundesregierung Enak Ferlemann.” Vielleicht bezieht sich diese Aussage mehr auf Fördermittel für den Kauf oder Betrieb von Nachtzügen als Besteller.

  10. Detektiv sagt:

    Die Sicherheit in Nachtzügen war schon immer ein brennendes Thema, Meldungen über Diebstähle in Nachtzügen. So sollen auf einigen Strecken professionelle Diebesbanden ihr Unwesen treiben, die mitten in der Nacht einsteigen, schlafende Passagiere in nicht abgeschlossenen Abteilen bestehlen, und beim nächsten Halt wieder aussteigen. Während sich die speziellen Schlafabteils gut von innen verriegeln lassen und uns keine Geschichten über Diebstähle in solchen bekannt sind, so haben wir schon einiges in Sitzabteilen in Nachtzügen erlebt. Mindestens zweimal wurde uns bei solchen Fahrten etwas entwendet. Ein weiterer Grund, weshalb ich diese Reiseform meide und lieber eine Liege buche. Einmal ist einer unserer Ermittler allein unterwegs gewesen und wurde mitten in der Nacht wach, als ein Wildfremder den Rucksack über ihr durchsuchte. Er hat sich zwar mit einer Ausrede schnell verzogen, aber das Gefühl das ihr danach blieb war sehr unangenehm. Leider müssen wir sagen, dass in beiden Fällen die Reise im Nachtzug über Polen ging. Aus anderen Richtungen haben wir keine entsprechenden Erfahrungen gemacht.
    Einmal hat uns ein Reisebegleiter in einem Nachtzug auch im Liegewagen vor Dieben gewarnt. Aufgrund seiner schlechten Sprachkenntnisse wirkte das Ganze etwas absurd und beunruhigend. Passiert ist aber hier nichts. Jeder Liegewagen eines Nachtzuges ist von den anderen abgetrennt. Dadurch hält sich die Ruhestörung an den Stationen in Grenzen und wir fühlen uns auch etwas sicherer.

    Beim Einsteigen ist es aber wichtig, gleich den richtigen Waggon zu finden, was dank der Reisebegleiter die einen schon draußen im Empfang nehmen aber kein Problem darstellt. Der Reisebegleiter fährt die ganze Zeit mit und hat seine eigene kleine Kabine im Waggon. Er nimmt die Tickets entgegen, weist einem die Liege zu und gibt eine kurze Einweisung und weckt morgens mit ausreichend Zeit vor dem Ausstieg samt Heißgetränk und einem kleinen Snack. Die Reisebegleiter kommen meist aus dem Zielland. In unserem Falle also häufig aus Ungarn. Ihre Sprachkenntnisse im Deutschen oder Englischen sind meist ebenfalls ausreichend. Grundsätzlich sind die Taschendiebe zu jeder Zeit unterwegs. Gerade wenn an den Bahngleisen viel Gedränge herrscht und die Züge voll sind, greifen sie häufig zu. Etwa morgens und nachmittags, wenn viele Pendler unterwegs sind. Auch nachts, wenn die Menschen aus der Disco und von Partys alkoholisiert und müde gen Heimat fahren, machen Taschendiebe leichte Beute. Trotzdem ist alles in allem ist die Sicherheit in Nachtzügen sehr hoch!

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