Usbekistan mit dem Zug: Fahrplan, Zugtickets, Reisetipps | Zugreiseblog

Usbekistan: Mit dem Zug die Seidenstraße entlang

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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37 Antworten

  1. Janine sagt:

    Ohhhh..was für ein toller Beitrag und allgemein ein schönes Blog Thema. Wir lieben Zugfahren. Nächstes Jahr wollen wir nach Usbekistan, du hast mir mit deinem Beitrag gerade sehr geholfen. Ganz lieben Dank!
    Ich schaue gleich mal welche Länder hier noch präsent sind.
    Liebe Grüße Janine

    • David sagt:

      Hallo Janine,

      vielen Dank für dein Lob! :)

      Ich kann euch eine Reise nach Usbekistan bzw. nach Zentralasien nur wärmstens ans Herz legen. Alles tolle und interessante Länder, die von vielen Reisenden leider noch links liegen gelassen werden.

      Viele Grüße,

      David

  2. Michaela sagt:

    Hallo David,
    ein toller Bericht – und eine schöne Art zu reisen!
    Wir waren letzten Sommer in Usbekistan unterwegs, haben allerdings nur eine Strecke (von Taschkent nach Urgench) mit dem Nachtzug zurückgelegt. Die restliche Route (Chiwa-Buchara-Samarkand-Taschkent) waren wir dann mit dem Sammeltaxi unterwegs.
    Liebe Grüße
    Michaela

  3. Dagmar Loos sagt:

    Hallo, David,
    ich beabsichtige nach Usbekistan zu reisen. Im Internet fand ich unterschiedliche Aussagen zu den Visabedingungen. Das Onlineformular legt auch nah, dass man eine Form von Einladung oder usbekischen Veranstalter als Bezugsperson braucht.
    Kannst Du das bestätigen? Was hast Du in das Formular bei Adresse in Usbekistan bzw. inviting party eingetragen?
    Wäre schön, wenn Du mir hier helfen könntest.
    Gespannt…
    Dagmar

    • David sagt:

      Hallo Dagmar,

      bei mir gab es damals das Internet-Formular noch nicht, sondern nur einen klassischen Papierantrag. Laut der usbekischen Botschaft ist die Angabe einer Einladung bei Touristenvisa nicht obligatorisch, ich würde das Feld also entweder leer lassen oder “-” eintragen. Bei Adresse in Usbekistan kannst du einfach ein Hotel oder Guesthouse eintragen, bei dem du wohnen möchtest.

      Es gibt auch einige Agenturen, die das Visum für dich beantragen. Mein Kasachstan-Visum habe ich zum Beispiel über König Tours in Brühl beantragt: https://www.buch-dein-visum.de/usbekistan-visum.htm

      Viele Grüße,

      David

      • Dagmar sagt:

        Danke, David, für Deine schnelle Antwort.
        Ich hatte ursprünglich auch ein Hotel eingetragen, da ein Eintrag in das Feld eingefordert wurde.
        Werde morgen telefonisch anfragen, wie sie es wünschen. Werde Dich dann wissen lassen, was mir gesagt wurde, damit zukünftige Reisende nicht dieses Problem haben.
        Nett, dass Du mich auf die Möglichkeit hinweist, dass ich ein Unternehmen mit den Formalitäten beauftragen kann.
        Aber ich denke, dass ein Teil der Herausforderung und des Reisens darin besteht, es alleine zu schaffen, da man bei den anfallenden Problemen und deren Lösung auch jede Menge lernt.
        So bin ich u. a. auf Deinen Blog gestoßen.
        Hat sich also schon gelohnt.
        Lieben Gruß…
        Dagmar

      • David sagt:

        Hallo Dagmar,

        ja, das mit der eigenen Visumbeschaffung stimmt natürlich. Usbekistan ist da recht unproblematisch (es ist nur wichtig, dass du exakt die richtige Reisezeit einträgst, da das Visum tatsächlich nur für diesen Zeitraum gilt).

        Bei Kasachstan brauchte man aber damals zum Beispiel eine Einladung und das geht über eine Agentur eben am einfachsten.

        Achja: In Usbekistan unbedingt alle Hotelbestätigungen sammeln, die du vor Ort bekommst. Die werden nämlich manchmal bei der Ausreise verlangt, um deine Reiseroute zu überprüfen. Da darf dann kein Tag “fehlen”.

        Viele Grüße,

        David

  4. Dagmar Loos sagt:

    Also, David,
    wie versprochen die Rückmeldung.
    Wie von Dir angedeutet, war es unproblematisch. Ich habe unter inviting party none eingetragen. Es gab keinerlei Kommentare. Somit bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Usbekistanvisums und die Reise kann losgehen.
    Bis zum nächsten Gesprächsanlass…
    Dagmar

  5. Thoralf Groh sagt:

    Schöner Beitrag! Kleine Ergänzungen aus erster Hand, da wir zu zweit im September 2016 in Usbekistan waren und das Land auf eigene Faust mit Zug, Bus, Marshrutka, Taxi, bereist haben.

    Wichtig wäre zunächst, daß man keinesfalls offiziell Geld tauschen sollte. Der Kurs offiziell ca 1:3000 Sum, schwarz 1:6000 Sum. In den verschiedenen Läden oder Hotels geht das problemlos. Die Wechselstuben haben deswegen auch fast alle zugemacht. Ich wurde hier nicht einmal betrogen. Usbeken sind sehr freundlich und ehrlich.

    Fahrkarten in Deutschland für innerusbekische Fahrten geht nicht, da der Reisepaß mit dem gültigen Visum vorzulegen ist, beim Fahrkartenkauf. Erwähnung sollte noch der Usbekische ICE “Afrosiyob” finden. Sehr komfortabel von Tashkent nach Samarkand in ca. 2,5 Stunden. Fahrpläne über http://www.Bahn.de, wie oben geschrieben. Fahrkartenkauf völlig unproblematisch, in Tashkent auch keine großen Schlangen, und das Personal spricht Englisch.

    Wir sind mit dem “Afrosiyob” von Tashkent nach Samarkand gefahren. Dann nach ein paar Tagen weiter mit dem Sharq nach Buchara ca. 7 Stunden, (wir hatten zusätzlich noch 2 Stunden Verspätung). Fahrkarten können auch über die Hotels bestellt werden, auch problemlos. Das haben wir in Samarkand so gemacht, da der Bahnhof außerhalb liegt, und wir ein B&B direkt am Registan hatten.

    Von Buchara nach Chiwa sind wir mit dem Taxi gefahren. Das kostet im Privattaxi 90 Dollar, für auch fast 7 Stunden Fahrt. Dann aber direkt vom Hotel in Buchara zum Hotel in der Altstadt von Chiwa. Erwähnung sollte noch finden, daß es einen O-Bus (Trolleybus) von Urgentch nach Chiwa gibt. Von Urgentch nach Tashkent sind wir dann geflogen, mit russischer Propellermaschine “IL 114”. Ein Heidenspass.

    Noch ein Tip zum “E-Visum”. Es handelt sich nicht um ein klassisches “E-Visum”. Der Visumsantrag erzeugt nur eine PDF mit einem Barcode. Dann muß ausgedruckt werden, und ein Originalpaßbild aufgeklebt und unterschrieben werden. Dann das ganze abgeben, auf der usbekischen Botschaft in Berlin.

    Wichtig: Visum kann nicht bar bezahlt werden, Kontoauszug der Überweisung ist erforderlich! Wenn man das weiß, alles unproblematisch. Erteilung in ca. 10 Tagen, bei mir ging das schneller…. Übrigens, das Botschaftspersonal spricht nicht immer englisch, wer russisch kann, hat da Vorteile.

    Liebe Grüße und ein schönes Forum!

    • David sagt:

      Hallo Thoralf,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die vielen Tipps. Ich habe einmal ein paar Absätze eingebaut, damit man ihn besser lesen kann.

      Zu den Themen Geldwechsel und Visum wollte ich auch mal einen eigenen Beitrag schreiben, da es dazu ja auch viel zu erleben gibt. Interessant übrigens, dass niemand versucht hat, dich auf dem Schwarzmarkt zu betrügen – oft bescheißen sich nämlich sogar die Usbeken gegenseitig selbst. Ist damals zum Beispiel Madina vom Madina & Ilyos B&B in Buchara so gegangen in meinem Beisein.

      Eine Nachfrage zum Trolley-Bus von Urgench nach Chiwa: Meinst du den vom Basar oder gibt es noch einen anderen?

      Ist die Straße von Buchara nach Chiwa noch in einem so schlechten Zustand? Sieben Stunden Fahrt hören sich ja so an, als wäre daran nichts gemacht worden.

      Viele Grüße,

      David

  6. christina sagt:

    Hallo David!

    Danke für deinen tollen Beitrag! Ich wollte dich ein bisschen was fragen, wenns geht.
    Wie lange warst du denn in Usbekistan? Wir überlegen 14 Tage zu bleiben, meinst du ist das zu lange? Bzw hast du Erfahrungen bezüglich anderer Orte, die man in Usbekistan vielleicht auch noch mit dem Zug besichtigen kann? Uns würde ja auch der Schiffsfriedhof noch interessieren. Weißt du dazu evtl auch was?

    lg
    Christina

    • David sagt:

      Hallo Christina,

      ich war ebenfalls knapp zwei Wochen in Usbekistan. Ich denke nicht, dass das “zu lange” ist. Ist erstens weniger stressig und zweitens bekommst du so auch mehr vom Land mit als wenn du nur eine Sehenswürdigkeit nach der anderen “abklapperst”. Beim Schiffsfriedhof war ich leider nicht, habe aber eben gelesen, dass man wohl von Nukus recht einfach dorthin kommt.

      Nach Nukus fährt ein Nachtzug. Dieser fährt aber von Tashkent über Samarkand dorthin. Obwohl Nukus recht nah an Urgench liegt, gibt es zwischen diesen beiden Strecken keine Bahnverbindung. Eine Route könnte zum Beispiel so aussehen: Tashkent – Bukhara – Samarkand – Nukus (Taxi zum Aralsee und anschließend zurück bis nach Khiva) – Urgench (Khiva) – Tashkent

      Viele Grüße

      David

      • Christina Winklehner sagt:

        Lieber David!
        Danke für deine nette Antwort und Reiseempfehlung!Dein Vorschlag klingt gut!

        Darf ich dich noch was fragen? Wie ist es dir denn mit der Stimmung im Land bezüglich islamistischer Tendenzen gegangen? Ich lese überall, dass es im Land eigentlich kein Problem ist, wenn man den Zeitungen glaubt, gibt es aber wohl doch einige extreme Gruppierungen im Land. Oder betrifft einen das als Tourist eh ohnehin nicht mehr als überall anders auf der Welt?
        Vielleicht eine blöde Frage, aber ich stell sie halt trotzdem :-)

        Danke,

        lg
        Christina

      • David sagt:

        Hallo Christina,

        davon bekommst du eigentlich nichts mit. Außer vielleicht im Nationalmuseum von Tashkent, da gibt es auch eine Abteilung zum Terrorismus in Usbekistan.

        Viele Grüße

        David

  7. Uli Ulziffer sagt:

    TURKESTAN als Zwischenstopp zu empfehlen, halte ich nicht für sinnvoll und diesen Bahnhof als Umsteigebahnhof zu bezeichnen ist irreführend.

    Turkestan ist eine unbedeutende Stadt im Nirgendwo, am Syrdarja in der Kysylkum-Wüste. Sie liegt auch nicht nahe der usbekisch-kasachischen Grenze.

    Die usbekisch/kasachische Grenze verläuft quasi am Stadtrand von Taschkent. Und Umsteigebahnhof ist ARYS, wo von der Trans-Aral-Eisenbahn Moskau-Taschkent die Linie nach Alma-Ata und Nowosibirsk abzweigt.

    Ich war zur Sowjet-Zeit dort, als es noch keine Grenzen gab und der Zug dort ohne Halt bis Taschkent fuhr. Heute ist 2 Stunden kasachische Grenzabfertigung und 2 Stunden usbekische Grenzabfertigung, plus Fahrzeit insgesamt 5 Stunden Grenze in 10 km vor Taschkent.

    Heute würde ich vermutlich ein Taxi zur Grenze nehmen, zu Fuss über die Grenze marschieren und per Bus oder Marschrutka (Taxi) nach CHIMKENT, eine grössere Stadt, 100 km von Taschkent, wo es öfter einen Zug nach Alma-Ata gibt.

    Aber man kann auch von Taschkent nach Arys mit dem Zug oder nach Chimkent (inklusive Grenzaufenthalt). Der Zug braucht dann bis Chimkent fast 10 Stunden für 100 km Distanz. Der kasachische Grenzbahnhof heisst SARY-AGATSH. Und 2x pro Woche gibt es auch einen direkten Zug von Taschkent nach Alma-Ata und bis Nowosibirsk. Mit diesem Zug bin ich schon vor 25 Jahren (1992) in Gegenrichtung gefahren.

    Mich stört auch der Name “Turkestan” für eine kasachische Kleinstadt, denn eigentlich ist Turkestan ein Begriff für die ganze Region der Turkstaaten von Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien bis Sinkiang (China). Von Baku (Azerbeijan) bis Urumqi (China) kann man sich auf Türkisch verständigen.

    ULI

    • David sagt:

      Hallo Uli,

      Turkestan ist deshalb als Umsteigestopp empfehlenswert, weil sich dort das durchaus sehenswerte Yasawi-Mausoleum befindet – immerhin eines der höchsten islamischen Heiligtümer in Kasachstan. Darüber hinaus ist Turkestan auch dreimal so groß wie Arys. Zudem fahren nicht alle Züge direkt von Tashkent bis nach Shymkent, sodass du sowieso zwingend umsteigen musst.

      Arys hat zusätzlich den entscheidenden Nachteil, dass viele Züge aufgrund der kürzeren Entfernung dort entweder mitten in der Nacht ankommen oder erst mitten in der Nacht in Tashkent losfahren. Beides empfinde ich als unangenehm. Da ist der Weg über Turkestan deutlich angenehmer, weil du am frühen Morgen oder Vormittag ankommst, dir dort das Mausoleum, den Rosengarten und die Freitagsmoschee ansehen und gleich am Nachmittag weiter nach Shymkent reisen kannst.

      Da es hier um Zugreisen geht, ist dein Vorschlag, einfach ein Taxi zu nehmen, etwas deplatziert, wenn es ebenso gute Bahnverbindungen gibt. Mittlerweile fährt übrigens regelmäßig ein Talgo von Tashkent nach Almaty. Dadurch ist die Umsteigesituation sowieso entschärft, weil du jetzt in gut fünf Stunden (inklusive Grenzabfertigung) von Tashkent nach Shymkent kommst. Insofern sind deine “fünf Stunden Aufenthalt an der Grenze” inzwischen hinfällig – seit 1989 hat sich eben viel getan.

      Viele Grüße

      David

      • Uli Ulziffer sagt:

        Du hast dich wohl im Datum geirrt. 1989 hat sich nichts getan. Der Zusammenbruch der Sowjetunion war Dezember 1991. Im Jahr 1992 hatten zwar die meisten Staaten formal schon ihre Unabhängigkeit erklärt, aber tatsächlich und praktisch gab es noch keine Grenzkontrollen. Ich bin auch im Sommer 1992 noch nonstop durch Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan per Bahn, Bus, Taxi und getrampt gefahren. Das OVIR in Minsk hatte mir sogar eine “marschrut” (Reisegenehmigung) für Tajikistan und Kirgisien entlang der afghanischen und chinesischen Grenze durchs Karakorum gegeben, eigentlich ein Eingriff in die Souveränität der dortigen Staaten. Das waren die Jelzin-Chaos-Jahre. Selbst 1994 bin ich noch mit einem Visum für Belarus (Weissrussland) ohne Visum für Russland kreuz und quer per Bahn durch Sibirien (Russland) gereist ohne Probleme.

        Die Grenzen der dann unabhängigen Staaten und tatsächliche Grenzkontrollen wurden erst viel später durchgesetzt.. Und dann ergab sich das Problem, dass viele Eisenbahnverbindungen durchschnitten waren. Seit Ende der 9oer Jahren sind mittlerweile etliche Eisenbahnlinien in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan neu gebaut worden, um Grenzen zu umgehen.

        Aber einen Talgo oder eine schnelle Verbindung von Taschkent nach Alma-Ata finde ich in allen vergangenen Jahren und auch heute noch nicht. Nach der Fahrplanauskunft auf bahn.de, die ich für authentisch und aktuell halte, braucht der direkte Zug No. 369FJ von Taschkent um 17.18 Uhr nach Alma-Ata zweimal wöchentlich auf der Strecke bis Chimkent (100 km Distanz) wegen der Grenzabfertigung 9 Stunden. Woher hast du deine Information über den Talgo ?

      • David sagt:

        Hallo Uli,

        wie gesagt, die Situation hat sich seit 25 Jahren geändert. Alte Erfahrungen zählen da nichts mehr.

        Zu deiner Frage: Der Talgo fährt seit März immer dienstags und sonntags von Tashkent nach Almaty (Zugnummer: 1, Abfahrt 15.10 Uhr, Ankunft 08.11 Uhr). In der Gegenrichtung fährt er montags und samstags (Zugnummer: 2, Abfahrt 22.30 Uhr, Ankunft 13.47 Uhr). bahn.de ist bekanntlich für alles was ein bisschen östlicher als Österreich liegt reichlich unzuverlässig. Ich empfehle daher die Fahrplanauskunft der usbekischen und kasachischen Eisenbahn sowie RealRussia.

        Mehr Infos zum Talgo: http://bit.ly/2oh5IOa und http://imageshack.com/i/pntDUHNWp

        Der Zug lässt sich über https://epay.railways.kz online buchen.

        Viele Grüße

        David

  8. Uli Ulziffer sagt:

    Donnerwetter !
    Das ist mal eine gute Nachricht.

    Und der Talgo ist in der Tat eine ganze Ecke schneller:
    statt fast 24 Stunden, nur noch 17 Stunden von Taschkent nach Alma-Ata
    und optimale Abfahrts- und Ankunftszeiten.

    “seit März” ist aber nicht 1989, auch nicht seit 25 Jahren,
    sondern erst seit 25 Tagen.
    Offensichtlich bist du in dieser Gegend auf dem Laufenden. Vielen Dank !

    Seitdem Fahrpläne nicht mehr auf Papier gedruckt werden
    [früher gab es das Auslandskursbuch der DB,
    dann Cook’s International Timetable],
    habe ich immer grosse Mühe,
    mir die aktuellen Fahrpläne im Internet zu suchen,
    ebenso Karten und Neubaustrecken.
    Gerade in Kasachstan sind in letzter Zeit
    viele neue Strecken gebaut worden
    (ich komme darauf noch zurück).

    Kritisiere die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn unter bahn.de nicht.
    Durch die Zusammenarbeit mit den Russischen Eisenbahnen RZD
    waren in den letzten Jahren bei bahn.de
    jedes Dorf in Sibirien bis an die koreanische Grenze zuverlässig zu erfragen,
    dazu alle Bahnen in Zentralasien und östlich Österreich bis ans Ende der Türkei
    (inzwischen hapert es, Türkei geht auch nicht mehr).

    Mach doch mal eine Übersicht über alle dir bekannten Internetadressen
    der Bahnen entlang der Seidenstrasse von ISTANBUL bis SHANGHAI.
    Das wäre eine grosse Hilfe.

    ULI

    • David sagt:

      Hallo Uli,

      wie gesagt: Die Fahrplanauskunft der Bahn ist bei Auslandsfahrten reichlich unzuverlässig. Das liegt nicht unbedingt an der Deutschen Bahn bzw. Hafas selbst, sondern auch daran, ob bzw. wann die ausländischen Bahnen die Fahrpläne übermitteln. Der Zug von Bialystok nach Kaunas war beispielsweise lange Zeit in der DB Auskunft gar nicht enthalten. Der Nachtzug Belgrad-Sofia stand hingegen drin, obwohl er schon lange nicht mehr fuhr, usw.

      Für aktuelle gedruckte Fahrpläne empfehle ich dir ein Abonnement der European Rail Timetables abzuschließen. Neben den europäischen Bahnen sind darin auch viele ausländische Bahnen enthalten, die alle zwei Monate aktualisiert werden. Infos: http://www.europeanrailtimetable.eu/latest-timetables-21-c.asp

      Frohe Ostern,

      David

  9. Daniel sagt:

    Habe gerade mal spassenshalber die Auskunft der Deutschen Bahn bemüht, meine Frage dazu wäre: Gibt es in Usbekistan nur eine Einheitsklasse oder warum sonst zeigt die Zugauskaunft immer an : “Nur 2. Klasse”?

    • David sagt:

      Hallo Daniel,

      nein, es gibt unterschiedliche Zugklassen. Möglicherweise wird beispielsweise bei Nachtzügen “nur 2. Klasse” angezeigt, weil die unterschiedlichen Reiseklassen per Aufschläge realisiert werden. Oder es ist einfach ein Fehler bzw. wurde nicht richtig übermittelt.

      Viele Grüße

      David

      • Uli Ulziffer sagt:

        Alle russischen Waggons (ebenso in den Eisenbahnen der zentralasiatischen Republiken) sind, wegen der grossen Entfernungen, zum Schlafen und im Grundriss gleich. Es gibt im Prinzip drei Klassen:

        “spalnyj” vagon (wörtlich übersetzt Schlafwagen), 2 Personen in einem Abteil, eher selten und teuer, dort trifft man die langweiligen Leute.
        “kupeinyi” klass (oder “kupe”), 4 Personen in einem Abteil, das Übliche, der Normalfall, die Bänke sind ausreichend weich und kunststoffbezogen, ich habe immer gerne und gut dort geschlafen.
        “platskartnyj”, das sind offene Wagen, wo 6 Personen auf der Fläche von einem Abteil schlafen, ist billiger, dort trifft man junge Leute und Soldaten, dort sind die Bänke hart, es ist laut (essen und trinken) und man findet keine Nachtruhe.

        Ich vermute, dass “nur 2. Klasse” angezeigt wird,
        weil 1. Klasse auf dem Zug nicht vorhanden ist
        und 3. Klasse (platskartnyj) bei der Deutschen Bahn nicht gebucht wird.

        ULI

  10. Conni Hauf sagt:

    Hallo David,
    du bist sowohl in Turkmenistan als auch in Usbekistan mit dem Zug gereist. Gibt es denn eine Zugverbindung zwischen beiden Ländern? Der Reiseveranstalter Lernidee Erlebinsreisen fährt mit seinem Sonderzug ja von Turkmenabat aus weiter nach Usbekistan. Gleise sind also vorhanden.
    Aber nirgends finde ich Aussagen zu einer regulären Zugverbindung zum Beispiel zwischen Taschkent und Ashgabat.

    • David sagt:

      Hallo Conni,

      meines Wissens nach gibt es ebenfalls nach wie vor keine reguläre (Personen-)Zugverbindung zwischen Usbekistan und Turkmenistan. Daher bleibt nur die Möglichkeit Tashkent – Buchara (Zug), Buchara – Turkmenabat (Bus/Taxi) und Turkmenabat – Ashgabat (Zug), wie ich sie im Artikel beschrieben habe.

      Viele Grüße

      David

      • Uli Ulziffer sagt:

        Am 6. März 2017 ist eine neue Eisenbahnbrücke über den Amu-Darja bei Turkmenabat (Farap) durch die Präsidenten von Turkmenistan und Usbekistan gemeinsam eröffnet worden. Sie soll vor allem dem Güterverkehr von (China) – Zentralasien über Usbekistan – Turkmenistan – Iran in den Nahen Osten dienen. Aber vielleicht kommt dann auch der Personenverkehr wieder in Fahrt.

        ULI

    • Uli Ulziffer sagt:

      Zwischen Turkmenabat (früher Chardzhou) und Buchara gibt es eine doppelgleisige Hauptstrecke, zu Sowjetzeiten die Hauptstrecke von Moskau nach Turkmenistan, Usbekistan (Buchara) und Tajikistan (Dushanbe). Ich bin in den 90er Jahren von Chardzhou nach Buchara per Bahn gefahren. Durch die neue Grenzziehung ist diese Strecke an sechs Stellen zwischen Turkmenistan und Usbekistan zerschnitten und der Personenverkehr ist daher wohl ganz zum Erliegen gekommen. Es sind allerdings auf beiden Seiten, sowohl in Turkmenistan als auch in Usbekistan Umgehungs- und Ausweichstrecken gebaut worden oder im Bau.

  11. Uli Ulziffer sagt:

    Für diejenigen, die sich für Absurditäten bei Grenzziehungen interessieren, habe ich noch einen Bonbon:
    Der direkte Zug von MOSKAU nach DUSHANBE (Tajikistan), mit dem ich 1992 von Buchara nach Dushanbe ohne Grenzen gefahren bin, fährt heute als Zug No, 330CH zwischen Beineu Graniza (Grenze Kasachstan/Usbekistan) durch Usbekistan bis Pachtaabad (Grenze Usbekistan/Tajikistan) mehr als 42 Stunden (fast zwei Tage) ohne Verkehrshalt ! Ich vermute, auf teilweise neu gebauten Strecken in Usbekistan. Sicher gibt es einige technische Halte, zum Lokwechsel oder Personalwechsel, er muss auch mindestens 1-2 mal die Wende machen.

    Aber auf der alten Hauptstrecke, die schon mehr als 100 Jahre alt ist, würde der Zug heute 8x eine Grenze überschreiten.

    Mich juckt es, demnächst einmal mit diesem Geisterzug zu fahren.

    Und noch etwas Exotik:
    TURKMENISTAN baut jetzt eine Eisenbahnlinie durch AFGHANISTAN nach TAJIKISTAN, um Usbekistan zu umgehen. Und da mischen auch noch die Chinesen mit.

    ULI

  12. Uli Ulziffer sagt:

    Informationen über den Eisenbahnbau in USBEKISTAN:
    GTAI Germany Trade & Invest
    “Usbekistans Transportsektor setzt auf die Neue Seidenstrasse” 8.3.2017
    “Usbekische Bahn realisiert bis 2020 Projekte für 4 Mrd.US$” 8.3.2017

    ULI

  13. christina sagt:

    Hallo david!

    Wir sind gerade planungstechnisch unsicher, weshalb wir dich um eine Empfehlung bitten würden. wir kommen in Chiwa an und fahren von dort am Samstag weiter. Jetzt ist die Frage ob wir eher mit dem Zug nach Samarkant, oder mit dem Taxi nach Buchara fahren sollen. Danach würden wir je nachdem entweder Buchara oder Samarkand und dann Taschkent anschauen. Hast du diesbezüglich eine Empfehlung?

    lg
    christina und georg

    • David sagt:

      Hallo Christina und Georg,

      die Straße von Chiwa nach Buchara ist in einem recht schlechten Zustand, weshalb die Fahrt länger dauert. Trotzdem würde ich euch zur Fahrt per Taxi/Bus raten. Grund: Der Zug von Chiwa nach Samarkand kommt in Samarkand gegen 2 Uhr morgens an. Das ist nicht besonders angenehm.

      Alternative: Von Chiwa (Urgench) nach Tashkent, dann weiter über Samarkand und Buchara und anschließend wieder zurück nach Tashkent für den Heimflug(?),

      Viele Grüße

      David

      • christina sagt:

        Vielen Dank!

        Irgendwie hatte ich mir eingebildet, dass der Zug um 5 Uhr irgendwas in Samarkand ist, aber da hab ich mich wohl geirrt. ” Uhr früh ist wirklich suboptimal. Dann werden wir eher direkt mit dem Taxi oder Bus nach Buchara fahren, weil wir eh zeitlich begrenzt.
        Darf ich noch fragen, was deine Erfahrungen bezüglich der Zugkarten wischen buchara-samarkand und samarkand-tashkent sind? Eigentlich würden wir sie gerne direkt vor Ort kaufen, und nicht vorab buchen. denkst du das Risiko ist hoch, dass sie ausverkauft sind? Ganz blicke ich bei den verschiedenen Zugarten allerdings eh noch nicht durch muss ich sagen :-)

        lg
        christina und georg

      • David sagt:

        Hallo Christina und Georg,

        das habt ihr euch nicht eingebildet, sondern das steht im meinem Fahrplan oben ;-) Die Fahrtzeiten haben sich offenbar etwas geändert (der Zug fährt in Urgentch früher los), werde das demnächst mal anpassen.

        Tickets habe ich immer nur vor Ort gekauft. Es sollte eigentlich langen, wenn ihr die vielleicht am Tag vorher kauft. Am besten einfach immer gleich bei Ankunft im neuen Ort buchen. Oder ihr bucht alle Fahrkarten (also auch für die Abschnitte Bukhara – Samarkand – Tashkent) bereits in Chiwa. Am Rande der Innenstadt gibt es einen Ticketschalter. Da ihr eh die Schnellzüge am Tag nehmen werdet, einfach 2. Klasse buchen. Ist gut und günstig.

        Viele Grüße

        David

  14. christina sagt:

    Vielen vielen Dank für deine hilfreichen Tipps!

    lg
    christina und georg

  15. Bei den Reiseplanungen kann ich gerne helfen und eine Reise veranstalten.
    Ich bin lokaler Expert in Samarkand, im Reisebüro Silk Road Destinations!

  1. 30. Dezember 2016

    […] mit allen Informationen und Inspirationen die wir benötigen. Besonders spannend: Seine Zugreise durch Usbekistan. Oder die durch Neuseeland, Australien, Thailand, China (..) Wer genauso auf Zugfahren abfährt wie […]

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