Turkmenistan mit dem Zug: Fahrpläne, Zugtickets, Reisetipps | ZRB

Turkmenistan mit dem Zug: Fahrpläne, Zugtickets und Reisetipps

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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16 Antworten

  1. Gustavo Woltmann sagt:

    Hört sich sehr exotisch an. Haha, Sitzen auf Parkbänken nicht erlaubt? Ja, wofür wurden die denn dahin gestellt? Fotografieren ebenfalls nicht? Na ja, muss man halt einen auf “Verstecke Kamera” machen. Ansonsten hat es einen Hauch von Marco Polo, und klingt äußerst interessant.

    • David sagt:

      Hallo Gustavo,

      ja, das mit der Parkbank war schon ein wenig skurril. Ich saß da vielleicht eine Minute, um die Stadtkarte besser studieren zu können und schon waren zwei “Aufpasser” da und haben mich verscheucht.

      Fotografieren ist so eine Sache: Wenn du irgendeinen Polizisten fragst, ist die Antwort wahrscheinlich immer “Nein!”. Ich habe aber immerhin doch noch ein paar Bilder von Aschgabat machen können. Kam mir aber tatsächlich teilweise vor wie ein Spion: Umsehen, Kamera rausholen, Foto machen, Kamera wegstecken ;-) In den anderen Städten ist das aber Gottseidank deutlich entspannter.

      Eisenbahn-Fotos habe ich mich gar nicht erst getraut, weil ich Angst hatte, dass sie mir dann bei der Ausreise gleich den Kopf abreißen. Deshalb gibt es hier im Beitrag leider auch keine Zugfotos.

      Trotzdem würde ich jedem mal einen kurzen Abstecher nach Turkmenistan empfehlen. Ist eine ganz eigene Welt.

      Viele Grüße

      David

  2. Andrei Avram sagt:

    Hier ein Link mit dem aktualisierten Fahrplan der turkmenischen Eisenbahn:
    http://railway.gov.tm/rasp.html

    • David sagt:

      Hi Andrei,vielen Dank für den Link! Werde die Fahrpläne gleich anpassen.

      • Andrei Avram sagt:

        Sehr gerne geschehen!

        Eine Frage hätte ich: seit wann stammt die Info, dass die turkmenischen Züge Speisewagen haben? Es ist zum ersten Mal, dass ich davon lese und es lässt natürlich den Gedanken längerer Fahrten etwas angenehmer erscheinen.

      • David sagt:

        Mir wurde 2011 vom Zugbegleiter etwas zu essen angeboten. Sah auch nicht wie ein Mikrowellen-Gericht oder so aus. Deshalb bin ich jetzt davon ausgegangen, dass es da wohl einen Speisewagen oder ähnliches geben müsste. Vielleicht formuliere ich den Abschnitt aber besser trotzdem um.

    • Uli Ulziffer sagt:

      Das ist kein Fahrplan, sondern ein “Halteplan” (Ankunfts/Abfahrtstafel) der wichtigsten Bahnhöfe in Turkmenien.

  3. Uli Ulziffer sagt:

    In Turkmenistan und auch den anderen zentralasiatischen Ländern braucht man zum Kauf der Fahrkarten wie auch bei den Russischen Eisenbahnen RZD den Reisepass, weil die Fahrkarten personalisiert sind,

    Man kauft eine bestimmte Strecke mit einem bestimmten Zug an einem bestimmten Tag und erhält einen bestimmten Platz in der gewählten Klasse und die Fahrkarte trägt den Namen des Passagiers. Beim Umsteigen braucht man eine weitere Fahrkarte. Die Personalisierung (Name des Passagiers) soll den Schwarzmarkt mit Fahrkarten verhindern.

    Mein Rat für den Fahrkartenkauf ist, einen Zettel vorzubereiten:
    – Abfahrts- und Ankunftsbahnhof
    – Zugnummer
    – Datum (ev. Uhrzeit)
    – Klasse (spalnyj, kupe, platskart)
    das kann man in Lateinschrift schreiben, auch wenn dort üblicherweise kyrillisch geschrieben wird, alle kennen auch die Lateinbuchstaben.

    Dann geht der Fahrkartenkauf schnell und problemlos.

    Zu den Wagenklassen habe ich unter “USBEKISTAN” einige Bemerkungen gemacht, auf die ich hinweisen möchte.. Meine Empfehlung an David ist, “kupe”-Wagen nicht Schlafwagen zu nennen, das kann zu Missverständnissen führen. “spalnyj vagon” ist russisch der Schlafwagen, aber die sind recht selten. “kupe” ähnelt im Komfort unseren Liegewagen und “platskart” ist sehr spartanisch und ein offener Wagen.

    Und noch ein Tipp:
    der Fensterplatz ist zugleich das untere Bett, die andere Nummer hat das obere Bett. Aber zwingend ist das nicht. Ich habe bei Tage immer am Fenster gesessen, zum Fotografieren, aber nachts lieber oben geschlafen. Man kann sich arrangieren und als Ausländer geniesst man einige Vorzüge.

    • Andreas Bräunig sagt:

      Guten Abend aus Turkmenbashi!
      Es gibt in Turkmenistan immer und überall eine Preisliste für Einheimische und eine für Ausländer.
      Ausländer zahlen prinzipiell in Dollar und mehrere hundert Prozent mehr als die Turkmenen.
      Die Dollars sollten druckfrisch sein und um Gottes Willen kein Eselsohr haben.
      Rückgeld in Dollar ist i.d.R. ein Problem, daher immer passend geben.
      Die Preise werden auch regelmässig und ohne Vorwarnung angehoben.
      Turkmenbashi – Ashgabat (560 km) kostet 17 Dollar die einfache Fahrt SPALNY.
      In der Winterzeit geht von Turkmenbashi nach Ashgabat nur der tägliche Zug mit KUPE.
      In den Sommermonaten werden ein paar SPALNY VAGON (Schlafwagen) drangehängt.
      Ein Kunstgenuss ist die Zugfahrt eigentlich nicht.
      Die Waggons sind alt und muffeln.
      Die Sanitäranlagen sind sauber, jedoch nur die ersten Kilometer, wahrscheinlich nutzen etliche Reisende die sauberen Schüsseln so intensiv, da sie zu Hause oftmals nur ein Loch im Boden haben, wo wir eigentlich ein blankes Stück Porzellan erwarten würden.
      Fotos und Filmen ist in Ashgabat und sonst überall im Blickfeld eines Polizisten ein enormes Risiko.
      Viele Grüsse,
      Andreas

      • David sagt:

        Hallo Andreas,

        wohnst du in Turkmenbashi? Ich habe in Turkmenistan 2011 praktisch ausschließlich (außer in Hotels) in Manat bezahlt.Fahrkarten kaufen in Manat war gar kein Problem und auch entsprechend günstig. Ist aber natürlich auch schon etwas her, daher wäre es schade, wenn es sich zum schlechteren gewandelt hätte.

        Viele Grüße

        David

  4. Uli Ulziffer sagt:

    Ich finde keinen Fahrplan der Züge von SERAKHS nach MARY. Woher hast du die Information, dass dort zweimal in der Woche Züge fahren ?
    Ist das auch derselbe Tag, an dem ein Zug von Mashad nach Serakhs fährt ?

    Die Entfernung von Serakhs (Grenze) nach Mary ist nicht sehr gross, 200 km per Bahn, 175 km auf der Strasse. Man könnte wohl auch problemlos per Taxi fahren. Deine Empfehlung, von Mashad nach Mary mit dem Fahrrad zu fahren ist sehr schön, aber ich habe kein Fahrrad im Gepäck.

    Ich bin nicht nur Globetrotter, sondern auch Wirtschaftsgeograph und mich interessiert ebenfalls der Güterverkehr der Eisenbahn. Anscheinend bist du über den Grenzübergang Serakhs nach Turkmenistan eingereist. Hast du etwas von dem Bahnhof gesehen ? Werden die Züge dort von russischer Breitspur auf europäische Normalspur umgespurt oder werden die Container umgeladen ?

    Nachdem die Neubaustrecken von Urumchi (China) über Korgas nach Alma-Ata (Kasachstan) und von Mashad nach Yazd (Iran) fertig gestellt sind, könnte sich dort ein transkontinentaler Güterverkehr entwickeln, von Zentralasien und China an die Häfen (Bandar-e-Abbas) am Persischen Golf und Indischen Ozean.

    Für den Passagierverkehr war im Jahr 2010 schon einmal ein durchgehender Zug von Teheran nach Alma-Ata über Mashad – Serakhs – Taschkent angekündigt und der Fahrplan stand eine Zeit lang im Cook’s International Timetable. Aber nach einem einmaligen Probelauf ist wohl nicht mehr viel passiert.

    Im Güterverkehr dagegen funktioniert anscheinend eine durchgehende Containerzugverbindung von Istanbul – Teheran über Serakhs nach Taschkent – Alma-Ata, ebenso wie ein Containerzug von Teheran über Zahedan nach Lahore (Pakistan). Allerdings muss man diese Erfolgsmeldungen kritisch sehen. Ich bezweifle, dass dies regelmässige und verlässliche Verbindungen sind.

    Aber SERAKHS hat grosses Entwicklungspotential.

    ULI

    • Uli Ulziffer sagt:

      Es gibt eine neue Eisenbahnbrücke bei Turkmenabat (siehe meinen Beitrag unter Usbekistan). Der Transportkorridor, China – Nahost, wie 2011 von den beteiligten Staaten vereinbart, ist damit wohl vollendet und kommt jetzt in Schwung.

      ULI

  5. Uli Ulziffer sagt:

    Ich habe jetzt auch einen älteren Fahrplan vom Iran nach Turkmenistan über SERAKHS entdeckt (nach meinen Erfahrungen verändern sich die Fahrpläne in diesen Gegenden wenig oder nicht).

    Demnach fährt täglich 2x ein “railbus” von Mashad nach Serakhs
    Abfahrt Mashad um 10.30 und 18.50 Uhr
    Ankunft in Serakhs um 13.20 und 21,40 Uhr
    montags und freitags fährt ein Zug von Serakhs nach ASCHGABAT
    Abfahrt 8.00 Uhr, Ankunft 17.35 Uhr
    man könnte in Tejen umsteigen 12.05 / 14.45 Uhr
    und wäre in MARY um 16.20 Uhr
    oder man steigt in Ogushan (um 10,00 Uhr) aus
    und wechselt auf die Strasse (Taxi) und wäre schon am Vormittag in Mary.

    ULI

    • Uli Ulziffer sagt:

      Es gibt auf beiden Seiten der Grenze eine Stadt.
      Sarakhs (Iran) hat 34.000 Einwohner,
      Serakhs (Turkmenistan) hat 10.000 Einwohner.
      Die Distanz zwischen den Bahnhöfen ist 9 km.
      Der Spurwechsel (nach Google Maps und Wikipedia zu urteilen)
      findet auf dem Bahnhof der Turkmenischen Bahn statt.

      ULI

  6. Uli Ulziffer sagt:

    Einen sehr guten Bericht über Eisenbahn-Neubaustrecken in TURKMENISTAN findet man im Internet:
    GTAI Germany Trade & Invest “Turkmenistan erneuert Investitionsprogramm für die Bahn” vom 15.03.2017

    ULI

  7. Uli Ulziffer sagt:

    Wer sich mit politischen Ereignissen und Nachrichten aus Zentralasien (Turkmenien, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien. Tajikistan, Sinkiang) auf dem Laufenden halten will, der findet im Internet auf
    novastan.org
    eine Quelle der Information mit vielen Berichten.

    Man kann auch einen kostenlosen Newsletter (in deutscher Sprache) bestellen und erhält dann wöchentlich zahlreiche Berichte aus der Region.

    ULI

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