Fahrgastrechte-Formular: So kommst du zur Bahn-Entschädigung

Fahrgastrechte-Formular: So kommst du schnell zur Bahn-Entschädigung

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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13 Antworten

  1. “Darüber hinaus werden dir die Taxikosten ebenfalls erstattet, wenn der letzte fahrplanmäßige Zug ausfällt und du deshalb nicht mehr bis spätestens Mitternacht an deinem Ziel ankommen würdest.”

    Das hatten wir auch gehört – aus dem Munde eines Zugbegleiters.

    Wäre zu wünschen, dass es gängige Praxis wäre …

  2. Bahnfahrer81 sagt:

    Wenn ich es richtig verstehe, dann beträgt die Frist für die Geltendmachung von Entschädigungsansprüchen bei Zugverspätung ein Jahr (wie es die Dt. Bahn auch schreibt). Außer bei Bahncard 100 oder Zeitkarten – dann beträgt sie drei Jahre.
    Einige Homepages hingegen behaupten, die Frist betrage generell drei Jahre.
    Auf welcher Basis (außer allg. BGB) steht die Dreijahresfrist; bzw. worauf kann man sich berufen?

    • David sagt:

      Hallo, die allgemeine Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (§ 195 BGB). Allerdings verjähren Ansprüche aus Beförderungsverträgen grundsätzlich nach einem Jahr (Art. 60 Abs. 2 CIV).

      • Elisa sagt:

        Wo ist definiert, daß die nach Art. 60 Abs. 2 CIV reduzierte Verjährungsfrist nicht für Zeitkarten gilt?

      • David sagt:

        Hallo Elisa,

        ist das denn so? Laut der FAQ der Bahn müssen die Ansprüche innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Geltungsdauer der zugehörigen Fahrkarte geltend gemacht werden. Eine längere Verjährungsfrist für Zeitkarten kann ich daraus nicht entnehmen.

        Viele Grüße,

        David

      • Elisa sagt:

        Hallo,

        So verstehen Bahnfahrer81 und ich den folgenden Passus auf dieser Seite:
        “Zudem kannst du auf diese Weise deine Verspätungen aus Fahrten mit deiner BahnCard 100 oder Zeitkarte sammeln und alle gleichzeitig einreichen. Die Entschädigung ist dabei bis jeweils drei Jahre nach der jeweiligen Fahrt möglich.”
        Oder gibt es eine Missverständnis?

        Viele Grüße,

      • David sagt:

        Ups, die drei Jahre sind falsch. In diesem Abschnitt muss es natürlich auch ein Jahr nach Ablauf der BahnCard/Zeitkarte heißen. Sorry und danke für den Hinweis.

    • Elisa sagt:

      Bitteschön.
      Allerdings steht häufig auf anderen Seiten, dass die Regelmäßige Verjährung nach BGB gilt. War es vielleicht mal früher so?

      • David sagt:

        Es gibt da wohl eine abweichende Rechtsansicht, die auf § 634a Abs. 1 Nr. 3 BGB abstellt. Habe mal bei Juris geschaut, aber keine entsprechenden Urteile oder ähnliches gefunden. Werde mir mal einen Kommentar schnappen, wenn ich das nächste mal in ner Bibliothek vorbeikomme. Vielleicht steht da mehr.

        Einige Eisenbahnunternehmen verweisen für die Fahrgastrechte auch auf die allgemeinen Verjährungsvorschriften, womit wohl § 195 BGB gemeint sein dürfte. Bei der BOB heißt es hingegen, die Regeln der CIV gelten.

        Früher gab es meines Wissens nach praktisch fast gar keinen eigenen Entschädigungsanspruch bei Verspätungen (Ausnahme zum Beispiel § 17 EVO 2006).

      • Elisa sagt:

        Danke. Das würde mich sehr interessieren.

  3. Lucia sagt:

    Hallo David,
    ich habe eine Frage zu Fahrgastrechten bei der Bahn. Da der Zug nicht im vorgesehenen Bahnhof halten konnte und noch dazu verspätet war, habe ich meinen Anschluss von Deutschland nach Belgien verpasst. Meine einzige Chance, um nicht 3 Stunden warten zu müssen, war es den Thalys zu nehmen. Dies wurde mir auch vom Bahnpersonal im Zug empfohlen. Im Thalys musste ich knapp 50 Euro extra bezahlen, was die Kosten meiner Bahnfahrt fast verdoppelt hat. Über das Fahrgastrechteformular habe ich eine Rückerstattung beantragt – weniger als 10 Euro habe ich bekommen, weil die Rückerstattung allein auf Basis der verspäteten Zeit berechnet wurde (die dank dem Thalys am Ende nur ca 30 Minuten war). Es ärgert mich sehr und ich frage mich, ob ich hier noch Einspruch einlegen kann.. Hast du vielleicht eine Idee?
    Herzlichen Dank im Voraus
    Lucia

    • David sagt:

      Hallo Lucia,

      das Thalys-Ticket solltest du problemlos erstattet bekommen. Ich nehme an, dass es bei der Bearbeitung einfach übersehen wurde. Nicht schön, aber kommt hin und wieder mal vor. Am besten einfach nochmal kurz den Vorgang erläutern und dann solltest du vom Servicecenter die fehlende Erstattung bekommen.

      Viele Grüße

      David

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