Locomore: Neue Bahn-Verbindung von Stuttgart nach Berlin | ZRB

Locomore startet durch: Neue Bahn-Verbindung von Stuttgart nach Berlin

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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18 Antworten

  1. Bell, Sebastian sagt:

    Von „locomore“ sind unser Sohn (38) und ich (62) völlig begeistert.
    Gestern waren wir zum ersten Fachbesuchertag auf der InnoTrans, wie jedes Mal seit Gründung.
    1. Warum?
    1.1. Kommunikation zwischen Reisenden im IC/ICE ist (fast) auf dem Nullpunkt gelandet und aufgrund der Sitzordnung kaum noch möglich (außer am „Tisch“). Die Großraumabteile sind ein richtiger Friedhof geworden.
    1.2. Fenster öffnen und wie der Berliner sagt „rauskieken“ ist was Tolles und sollte immer möglich sein.
    Ich habe, da häufig mit den Bahnen unterwegs, schon mehrere wirklich „kritische“ Situationen erlebt bei hermetisch abgeschlossenen Räumen.
    1.3. In Ausnahmesituationen – und die wird es immer wieder mal geben – kann man auch die Türen öffnen, wir fühlen uns derzeitig bei der DB manchmal als „freiheitsberaubt“ und haben auch hier schon sehr „Grenzwertiges“ erlebt.
    1.4. Für NUR „schnell“ oder NUR „billig“ von A nach B, das ist kein Leben. Da warten wir lieber auf das „Beamen“.
    1.5. Einen Speisewagen brauchen die wenigsten Menschen, obwohl ich meine Frau (64 und 46 Jahre bei den Deutschen Bahnen beschäftigt) vor 41 Jahren in einem „kleinen“ Speisewagen der Deutschen Reichsbahn zwischen Berlin und Magdeburg kennengelernt habe.
    2. Kritisch:
    2.1. Warum „ am Platz servieren“? Auch „Laufen durch den Zug“, zum Beispiel zu einem „Wirtschaftsabteil“ oder „Thekenbistro“ kann Kommunikation bedeuten. Kindern macht das sowieso viel Spaß.
    2.2. Für uns ganz, ganz wichtig, aber „umstritten“: Warum gibt es nicht wieder Raucherabteile/Wagen? In Österreich gibt es auf einigen Strecken bereits wieder private Anbieter hierfür. Für Raucher gehört das einfach zum Wohlbefinden dazu. Sonst ist alles Reisen nix, und die Leute nehmen das Auto, oftmals aus diesem alleinigen Grund. Selbst unter den Angestellten der DB gibt es seit der Einführung des Rauchverbots einen Witz: „Jetzt braucht man für die Dienstreise nach München zwei Stunden länger. Wieso? Weil man unterwegs aussteigen muss, um zu rauchen und dann erst wieder den nächsten Zug nehmen kann.

    • David sagt:

      Hallo Sebastian,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Der Am-Platz-Service wird angeboten, weil es eben keinen Speisewagen, Bistro oder ähnliches gibt. Zudem wurde mir von Locomore erklärt, dass man diesen Service wohl mit der Fahrkartenkontrolle verbinden möchte.

      Ich weiß gar nicht, ob Raucherabteile rechtlich in Deutschland zulässig wären. Müsste man mal prüfen, das Nichtraucherschutzgesetz kennt wohl nur Ausnahmen bei Gastronomiebetrieben.

      Viele Grüße,

      David

  2. Bin gespannt wie lange die sich halten. Man sieht ja was aus anderen privaten Fernverkehrsangeboten geworden ist. Etwas gesunde Skepsis ist da bei mir also durchaus vorhanden.

  3. Tobi sagt:

    Hallo Sebastian,

    selbstverständlich erfüllt auch Locomore die Sicherheitsvorschriften, unter anderem „Tb0“, sodass bei einem außerplanmäßigen Halt die Türen verschlossen bleiben. Dies ist zu Deiner Sicherheit und keine Freiheitsberaubung.

  4. George sagt:

    Nur aus Interesse: Wie bekommt man den bei Waggons aus den 70ern modernen Sitzkomfort hin? Neue Sitze, oder kann man die tatsächlich noch neu beziehen oder irgendwie anders aufbereiten? Das wäre dann mal langlebige Qualität.

    Ob dies nicht auch einen positiven Effekt auf die Umwelt hat? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein moderner Waggon den Verbrauch soweit reduzieren kann, dass er sich aus Umweltsicht ggü. dem 70er-IC-Wagen lohnt.

    @Torsten Maue: Die Westbahn in Österreich läuft gut (hat sich aber auch die Rosinen im ÖBB-Netz herausgesucht), die SBB Deutschland GmbH (privat, aber über die SBB in Schweizer Staatsbesitz) agiert auch seit Jahren und hat am Bodensee und Hochrhein manche von der DB sträflich vernachlässigte Strecke gerettet.
    Also insbesondere falls du private Gesellschaften im (Teil-)Besitz ausländischer Staatskonzerne als privat bezeichnest, kannst du einige positive Beispiele finden. Netinera (FS), SBB usw. sind in Deutschland nicht ohne Erfolge geblieben in den letzten Jahren.

    • Karen sagt:

      Das was die anbieteb ist aber Nah- und kein Fernverkehr

    • Andre . sagt:

      und genau da liegt der Hund begraben. Es haben nur die Privatbahnen überlebt, die im Nahverkehr fahren. Denn dort gibt es satte Subventions-Gelder von den Bundesländern. Reine Fernverkehre müssen sich selbst finanzieren, und das wird von der DB erfolgreich sabotiert. Denn die Gleise gehören immer der DB, also nimmt diese absichtlich teure Nutzungsgebühren von den Privatbahnen um diese in den finanziellen Ruin zu treiben. Selbst Interconnex hinter dem der Millionenschwere Veolia-Konzern stand ging pleite. Ich gebe Locomore keine 3 Monate…

  5. Bärbel Neuwirth sagt:

    Super Idee. Weg von der Strasse – allein das finde ich gegenüber diesen Fernbussen super. Preisalternativen zur DB sind auch echt wichtig. Könnte wirklich ein Teil des Umdenkens beim Thema Individualverkehr sein. Wenn jetzt Sauberkeit und Freundlichkeit gut und stabil bleiben, bin ich guter Hoffnung für Ihr Unternehmen und drücke ganz fest die Daumen!

  6. Eirik sagt:

    „Wir sind Bahn für alle“
    Wie sieht es mit barrierefreien (bspw. mit elektrischen Rollstuhl) Zustieg und Toiletten aus?

  7. Eirik sagt:

    Aja, danke für die Antwort. Von den Fotos und dem Artikel her war dies leider nicht ersichtlich. Auf der Locomore-Webpräsenz fand ich nun auch einen Hinweis dazu. Wieviele Rollstuhlplätze es geben wird, schreibt Locomore dort aber nicht.
    Ärgerlich, dass Barrierefreiheit immer noch nicht im gleichen Maße mitgedacht wird, dabei gilt jeder zehnte Mensch in Deutschland als schwerbehindert. Auch junge, alte und kleine Menschen würden davon profitieren.

    • David sagt:

      Dass es Rollstuhlplätze geben wird, wurde mir auf der Innotrans gesagt. Sie sind wohl im selben Wagen, wo auch der Großraumbereich ist. Ich hatte damals aber nicht nachgefragt, wie viele das sein werden. Vielleicht wendest du dich mal direkt an Locomore. Die antworten eigentlich immer sehr schnell (auch bei Facebook oder Twitter).

  8. N.P.Wild sagt:

    Klasse ! Hoffentlich demnächst auch von Basel-Freiburg-Offenburg-Karlsruhe-etc nach Berlin. Wir sind dabei. Toi, toi, toi

  9. Anette sagt:

    Das Beste, das mir je passieren konnte!!! Würde gerne öfter nach Berlin zur Familie fahren – so kann ich mir das leisten! Und dass der Zug nur ein Mal pro Tag fährt, macht es mir vieeel leichter, mich zu entscheiden! ;-)
    Ganz toll wäre, wenn die Verbindung bis Tübingen reichen würde. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau…
    Ich werde den Zug auf jeden Fall probieren und freue mich auf darauf!

  10. Norbert Kühn sagt:

    Bis Ende des 2. Weltkrieges führte die Strecke (Zürich-) Stuttgart – Berlin über Würzburg – Erfurt. In Glanzzeiten waren hier sieben D-Zug-Paare am Tag unterwegs. Damals gab es noch Kurswagen, die einerseits von/nach Rom beziehungsweise von/nach Königsberg führten.
    Nun, die Zeit der Kurswagen ist endgültig vorbei. Aber: wie wäre es mit dem Zuglauf auf der „historischen“ Strecke? Erfurt und Würzburg sind ICE-Knoten und könnten entsprechend eingebunden werden.

  11. Elke Rautenberg sagt:

    Frage : wie viele Fahrradplätze sind vorgesehen und wie bekommt man sein Rad in den Zug? Bei den IC Zügen der DB ist das sehr mühsam, besonders wenn man ein E-Bike einladen möchte. Dabei benötigte man nur ein Brett um eine schiefe Ebene herzustellen. Aber bei Rollstühlen ergibt sich das gleiche Problem, wie mag das gelöst werden?

    • David sagt:

      Hallo Elke, ich habe eben mal bei Locomore nachgefragt. Es gibt insgesamt acht Fahrrad-Stellplätze, aber keine besonderen Hilfen für die Verladung. Bei Rollstühlen steht jedoch der DB Mobilitätsservice zur Verfügung.

  12. Silvia Broschard sagt:

    Alles klingt prima, ich freue mich, vor allem wegen der Fahrradmitnahme. Jedoch – acht Stellplätze – enttäuschend. Wie schnell werden sie wohl ausgebucht sein? Sogar die (allerdings umständliche) IC-Verbindung von Heidelberg nach Berlin bietet mehr als doppelt so viele, und da muss man schon sehr frühzeitig buchen.

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