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Deutsche Bahn: Bordrestaurant darf nicht sterben | Zugreiseblog

Lasst das Bordrestaurant der Deutschen Bahn in Ruhe!

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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15 Antworten

  1. Faldrian sagt:

    Ich fahre seit vielen Jahren Bahn in Fernzügen und habe z.B. letztes Jahr über 27.000 km in IC und ICE zurückgelegt, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, das Bordrestaurant wahrzunehmen. Für mich ist das nur “dieser Wagen, der 1. Klasse von 2. Klasse trennt”.
    Dabei habe ich gar nicht gegen den Wagen, man muss den Service ja nicht benutzen, wenn einem nicht danach ist. Meistens habe ich was zu Essen dabei oder hole mir beim Umsteigen etwas am Bahnhof – da bin ich flexibel und kann die ganze Fahrt an meinem Platz bleiben ohne meine Sachen durch die Gegend zu schleppen oder alleine zu lassen.

    Der Vergleich mit dem Ausbau der Toiletten ist Quatsch, aber ich hoffe das dürfte schon beim Schreiben klar gewesen sein (Grundbedürfnisse bzw. Hygiene ist nicht mit “Ich möchte etwas Essen” zu vergleichen. Versagt das eine, hat man Hunger – versagt das andere, leidet der ganze Zug, wenn jemand sich in die Hosen macht).

    Querfinanzieren: Ich finanziere auch diese Bahn-Bonus-Dinge und den ganzen anderen Promotion-Krempel mit, was absolut nicht nötig wäre – und ich nehme es hin. Ich muss doch nicht als Fahrgast versuchen den Betrieb zu Managen, dafür gibt es Entscheider, deren Job es ist, das Image / Angebot der Bahn optimal zu gestalten. Wenn günstige Preise gerade der Weg sind, okay. Wenn umfangreiches Serviceangebot deren Meinung nach die Leute in die Züge lockt, auch okay.

    (Dass Leute einen Zug buchen, nur damit sie darin essen können… das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich will maximal bequem von A nach B – und wenn ich der Typ für Dinieren dabei bin, nehme ich das Restaurant wahr.)

    • David sagt:

      Natürlich soll das Toilettenbeispiel nur die Absurdität der wirtschaftlichen Betrachtung (“Bahn verbrennt Geld!”) jedes einzelnen kleinen Service-Details aufzeigen. In München gibt es beispielsweise keine Toiletten in den S-Bahnen. Da findest du auch Umläufe von knapp zwei Stunden. Wer muss, muss halt an einer Haltestelle raus (und hoffen, dass es dort Toiletten gibt). Beim ICE heißt es dann einfach, etwas länger durchhalten.

      Übrigens: Wenn du Essen selbst dabei hast, verursachst du mitunter auch Reinigungskosten…

      • Faldrian sagt:

        Joa, wobei du aus einem Fernreisezug mit Zugbindung nicht einfach raus kannst, ohne, dass du Probleme bekommst (Ticket verfällt, einige Bahnhöfe haben gar keine Toiletten mehr und verlassen sich auf die Züge… ). Also nach wie vor: So essentielles Zeug halte ich für nicht verhandelbar und auch ein S-Bahn mit einem ICE zu vergleichen machts nicht besser. ;)

        Meine grundsätzliche Message war: Klar gibt es immer wieder Angebote, die nur von einem Teil der Leute genutzt werden, aber durch Quersubvention von allen zum Teil mitgetragen werden – und damit muss man sich abfinden. Das ist beim Rundfunkbeitrag so, das ist bei Promotion-Kosten so und das ist beim Speisewagen so. Die einen freuen sich wahnsinnig, wenn das Angebot vorhanden ist, anderen ist es egal. Anstatt den Leuten den Spaß zu nehmen darf man sich lieber gut fühlen, weil man völlig selbstlos seinen Teil der Querfinanzierung beigetragen hat, um den Leuten den Spaß zu ermöglichen.

      • David sagt:

        Faldrian, ich stimme dir da vollkommen zu. Die Grundbedürfnisse sind für jeden unterschiedlich, weshalb die Bahn auch einen gesunden Mix anbieten sollte.

  2. Bernd sagt:

    Haben die Bordbistro/-restaurants in ICE4 bzw. ICE3(neu) denn endlich mal USB-Ladestationen oder gar Steckdosen?

  3. Winfried sagt:

    Ich nutze die Speisewagen immer wieder gerne. Ihr Wegfall wäre für mich auf Fernstrecken ein echtes Argument gegen das Verkehrsmittel Zug.

  4. Gerald sagt:

    Da ich meist erste Klasse fahre nutze ich den Speisewagen nur indirekt; d.h. ich lasse mir die Sachen an den Platz liefern. Das nutze ich gerne, da mir irgendwann die Backwarenversorgung zum Hals raushing. Doch eigentlich bewog mich der Satz “So gibt es beispielsweise in der ersten Klasse der X2000 in Schweden ebenso ein kostenloses Frühstück” zum Kommentar. Frühstück gibt es in der Tat, wenn der Zug vor 9 Uhr startet incl. im X2000. Ansonsten gibt es jedoch die ganze Fahrt über Kaffee, Tee, Wasser, Äpfel und Cookies – und zwar im Preis inclusive! Jedenfalls in den X2000 und den X3000 bei der SJ. Bei den EC/IC der DSB ist das Angebot ähnlich. Doch wehe der Zug erreicht dann Padborg – dann wird alles weggeräumt und man darf noch bis Hamburg ohne jeglichen Service ausharren.
    Wenn also die braune Plörre für bald 3 Euro bzw. der Teebeutel schon darüber sich nicht trägt frage ich mich, wie die Skandinavier ihr Inclusiveangebot berechnen. Die SJ sind mit ihrem Bordbistroangebot sicher nicht besser als die DB – aber hier kann ich mein Menü schon mit der Fahrkarte reservieren. Ich freue mich schon auf die nächsten Renskött mit Kartoffeln im Nachtzug nach Lapland.

    • David sagt:

      Hallo Gerald,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Stimmt, den kostenlosen Tee, Kaffee und die Kekse hätte ich noch erwähnen sollen. Übrigens habe ich es bei meiner letzten Fahrt nach Stockholm erlebt, dass man auch noch problemlos ein zweites (kostenloses) Frühstück serviert bekommt.

      Interessant hinsichtlich der Preiskalkulation ist auch Locomore: Da gibt es (potentiell teureren) fair-gehandelten Kaffee für gerade mal 1,80 Euro. Und die VR in Finnland hat im letzten Jahr ihr Speisewagenangebot in den IC nach Rovaniemi ausgeweitet.

      Viele Grüße

      David

  5. Daniel sagt:

    Ich finde die Qualität im Bordrestaurant so schlecht nicht, auch die Preisgestaltung finde ich angemessen! 3,90€ für ein großes Bier und 2,80€ für einen Kaffee sind halt Restaurantpreise. Ich hatte auf meiner letzten Fahrt die Schweinebäckchen für 14,90€, ist zwar nicht günstig aber waren geschmacklich einwandfrei! Hervorheben möchte ich noch den Am Platz Service, ist der Zug nicht komplett voll kann man auch gern aus der kompletten Karte wählen und nicht nur aus dem eingentlich eingeschränkten APS Angebot! Weiter so Deutsche Bahn, ein kleiner Verbesserungsvorschlag: vielleicht könnte man zumindest ein kleineres Angebot auch in den Nacht ICE´s vorhalten!

    • David sagt:

      Hallo Daniel,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde die Preise auch nicht wirklich überteuert. Irgendwann letztes Jahr gab es mal ein indisches Curry-Gericht mit Naan für 8 Euro. Da zahle ich bei meinem Inder mehr und der kocht das auch nicht frisch. Und lecker war’s auch.

      Ein Traum war natürlich vor vielen vielen Jahren das City-Frühstück mit zwei kostenlosen Heißgetränken für 8 Euro. Damals war ich bei fast jeder ICE-Fahrt morgens im Bordrestaurant.

      Viele Grüße

      David

  6. Nina sagt:

    Auf langen Strecken ist ein Bordrestaurant für mich unabdingbar. Brot/Brötchen hängen mir zu den Ohren raus.Das Essen finde ich gut. Zudem macht es einfach Spaß,gemütlich zu Essen oder auch nur mal Kaffee zu trinken,während die Landschaft an einem vorbeizieht. Wenn wir mal in der Gruppe zusammen reisen,macht es nochmal doppelt Spaß.

  7. Michael Andres sagt:

    Gestern im ICE von Frankfurt-Flughafen nach Köln hatte ich mich auf eine Portion Schweinebäckchen mit einem schönen Weizenbier gefreut. Was ist geschehen, da der Zug sehr gut ausgelastet war und die Pfennigfuchser sich keine Platzkarte gönnen, waren die Sitzplätze im Bordbistro alle belegt. Die sitzen dann dort für eine Tasse Kaffee während ich Umsatz machen wollte. Also ich zur Theke (der Teil im Bistro der Kioskcharakter besitzt). Da stürmt natürlich eine Horde Betrunkener das Bistro. Ich bekam dann noch ein warmes Bier (die Kühlung war ausgefallen )
    Mein Vorschlag, schafft die Bistros ab und führt wieder richtige Speisewagen auch in den IC2. Diese benutze ich nicht mehr wegen der fehlenden Bordgastronomie.

    • Christian Wieczorek sagt:

      Sehr schön geschrieben! Der gesamte Text könnte von mir stammen. Ich hoffe dass die Bahn mal hier reinschaut.

    • Daniel sagt:

      Genauso sehe ich es auch, seit es den IC 2 fahre ich von Leipzig nach Bremen über Hamburg! Brauche zwar 20 Minuten länger, habe aber ein Bordrestaurant!

  8. Christian Wieczorek sagt:

    Das Bordrestaurant ist für mich sehr wichtig. Besonders auf Reisen von 2 Stunden und mehr suche ich mir Züge aus, die ein Restaurant führen. Ich finde die Preise angemessen und die Speisen lecker. Die Probleme der Bahn liegen für mich im Missmanagement der Gastro-Leitung. Hier müssten folgende Dinge geändert werden: Reservierung der Tische für speisende Gäste, absolutes Verbot von Laptops. Sitzplätze im Bistro für den gemütlichen Kaffee und allgemein eine Vermehrung der Plätze. Als bestes Beispiel nenne ich immer die Speisewagen der SBB, die ja auf zwei Zugpaaren auch quer durch Deutschland bis nach Hamburg/Kiel rollen. Dieser hat 56 Plätze und ist besonders zur Feierabendzeit in den Ballungsräumen stets voll besetzt. Warum so etwas nicht hier. Jeder Gast im Speisewagen sorgt für mehr Einnahme und die Schweizer schaffen es auch, den großen Wagen mit 1 bis 2 Mann Personal zu bedienen.

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