Bundesregierung fordert teurere Bahntickets | Zugreiseblog

Bahnfahren zu billig: Bundesregierung fordert teurere Ticketpreise

David

Hi, ich bin David, der Gründer des Zugreiseblog. Hier erfährst du alles zum Slow Traveling per Zug – egal, ob beim Interrail in Europa, Work and Travel in Australien oder beim Backpacking durch Südostasien. Du bist neu hier? Dann lies am besten, worum es in meinem Bahnblog geht.

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8 Antworten

  1. Christoph E sagt:

    Die Politik muss endlich anfangen, sich für den Verkehrsträger Schiene zu interessieren. Sie muss sich entscheiden, welche Aufgabe die Bahn in D haben sollen, und das langfristig. Soll sie Gewinn machen auf Kosten der Infrastruktur oder soll sie einen festgelegten Anteil an der gesamten innerdeutschen Verkehrsleistung erbringen (Güter und Personen)?
    Den letzten Verkehrsministern war die Bahn immer egal, nur ein Verkehrsmittel für die paar Leute die sich kein Auto leisten lönnen…
    Die Politik war mehr daran interessiert, dass es stabiles W-Lan im ICE gibt als dass die Güterverkehrsinfrastruktur zeitgemäß ausgebaut wird.
    Es müssen endlich identische Rahmenbedingungen für Schiene, Straße und Luft gelten. Warum kostet Autobahnnutzung nichts, aber Bahntrassen sehr viel? Warum zahlt die Lufthansa 40 ct pro Liter Kerosin, die Bahn mehr als das Doppelte für Diesel? Warum internationale Züge Mehrwertsteuer, internationale Flüge nicht?
    Betrieb u Netz sollte getrennt werden, der Fernverkehr sollte ausgeschrieben werden wie der Nahverkehr heute schon.

    Und solange Bahnfahren nur mittelsschwer bekommbaren Sparpreisen günstig ist,wird die Bahn das Teuerimage nicht richtig los.

  2. fbx sagt:

    Der letzte Absatz ist der Entscheidende. Die anderen Sparten sind das Problem. Also mehr billige Tickets!

  3. Jens sagt:

    Gute Idee, Sparpreise streichen!!! Ein Ende im Tarifdschungel und klare Strukturen entstehen!
    ABER:
    Den Flexpreis auf BC50 – Niveau senken. – Und die Bahncards im Programm lassen. Beispiel: HEUTE: Hamburg-München: 150 Euro (Flex) – 75 Euro (BC 50) – NEUE PREISE: Hamburg – München: 75 Euro (Flex) – 37,50 Euro mit BC 50.

    Jeder bekommt sein Günstigticket mit Bahncard und der Spontanreisende kann noch immer vergünstigter fahren.

  4. Gregor sagt:

    @Jens.
    Wenn es nur noch Flexpreise gibt könnte das aber problematisch werden. Die Sparpreise sorgen auch für eine gleichmäßigere Auslastung der Züge und schon jetzt sind trotzdem viele Züge überfüllt. Niemand würde mehr zu unattraktiven Zeiten fahren oder gar Umwege nehmen weil er dadurch günstiger fährt.

  5. Paul Niemann sagt:

    Danke für den guten Bericht! Ich denke, die Billigpreise sind gar nicht das Problem. Der Fokus lag in den vergangenen Jahrzehnten einfach stark darauf, Fernzüge komfortabler zu gestalten und schneller zu machen. Auf andere extrem wichtige Faktoren wie Preise und Pünktlichkeit wurde dagegen weniger geachtet. Hier muss man ein gewisses Gleichgewicht behalten.
    Das hat man nicht getan und das fällt einem heute auf die Füße. Und man kann froh sein, dass nicht auch noch die Wirtschaft kriselt. Sobald die Wirtschaft kriselt und die Leute kein Geld mehr haben, werden sie nicht mehr bereit sein, wesentlich mehr für einen komfortablen und schnellen Zug zu zahlen. Doch die bestellten komfortablen und schnellen Züge müssen dann trotzdem gewartet und bezahlt werden. Klar, wenn ich 2.000 € im Monat netto verdiene und keine Kinder finanzieren muss, wird es mich z. B. nicht weiter kümmern, ob die Bahnfahrt quer durch die Republik 50 oder 100 € kostet, aber sind es 1.000 € oder habe ich Kinder, wird es schon ganz anders aussehen. Hochpreissysteme sind immer davon abhängig, dass die Leute möglichst wenige Kinder bekommen und möglichst viel verdienen.
    Ich würde den Ticketkauf in der heutigen Form abschaffen. Man sollte im Supermarkt oder Online-Shops für 10, 50, 100 € etc. Guthabenkarten kaufen, diese scannt man am Platz im Zug und je nachdem, ob man einen Stehplatz, einen einfachen Sitzplatz oder einen komfortablen Sitzplatz hat und auch abhängig von der Nutzung des jeweiligen Zugs werden eben unterschiedliche Beträge abgezogen. Dabei muss man sie beim Aussteigen natürlich erneut scannen. Nutzbar sollten diese Karten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln sein, bei einer Fahrt mit DB Fernverkehr (200 km) und Eurobahn (70 km) sowie KVB (10 km) würden die Einnahmen entsprechend aufgeteilt werden.
    Auf Smartphones würde ich nicht für die Tickets setzen. Die sind nicht so perfekt für so etwas geeignet, weil sie zu unzuverlässig funktionieren, man muss sie nur fallen lassen, sie können im Bahnhof, im Bus und im Zug geklaut werden usw. Klar, Papiertickets und Guthabenkarten können auch geklaut werden, aber wenn z. B. mein Onlineticket oder meine Guthabenkarte geklaut wird, hat der Dieb nicht viel davon, weil diese auf meinen Namen ausgestellt ist. Und lässt man sie fallen, gehen sie nicht kaputt. Das Smartphone-Ticketsystem kann nicht mit dem “klassischen” Onlineticket-System mithalten können, was solche Faktoren angeht.

  6. Gregor sagt:

    Warum nicht so wie in den Niederlanden. Ticketpreis max 25 Euro in D vielleicht 50 , keine Zugbindungen, keine Sparpreise und nur ein Ticket für alle Verkehrsmittel im ganzen Land. Aufpreise nur für ICEs.

  7. Gottfried Schlegel sagt:

    Endlich hat in dem Artikel mal jemand ausgesprochen, was mit der Einführung dieser tollen “Super”-Sparpreise eigentlich bewerkstelligt wurde:
    Diese Preise entsprechen exakt dem Niveau der “Sparpreise” bis zum 31.Juli 2018. Doch während Sparpreise bis Ende Juli stornierbar waren,
    niemend mit einem Gutschein abgespeist wurde, sondern sein Geld (abzüglich der Stornogebühr von 19 €) zurückbekam u n d die Fahrkarten
    für BahnCardInhaber im City-Bereich der großen Städte galten, sind diese, einst selbstverständlichen Zusatzleistungen beim “neuen” Super-Sparpreis
    einfach unter den Tisch gefallen. Kurz gesagt: Über Nacht (vom 317. zum 1.8.) entweder gleicher Preis und weniger Leistung, oder annähernd gleiche Leistung zu einem im Durchschnitt 20% (!) höheren Preis.
    Die Presse bemerkt es nicht, doch bei der im Vergleich geradezu lächerlichen Erhöhung zum Fahrplanwechsel plustert sie sich wieder mal auf….

    Gottfried

  8. Helmut Lierhaus sagt:

    Ich habe auf change.org eine Petition gegen die neuen, unter Umständen wesentlich teureren Sparpreis-Tarife der Deutschen Bahn AG gestartet: https://www.change.org/p/die-deutsche-bahn-ag-muss-die-tari… Zum eigentlichen Start bedarf die Petition noch einer Mindestzahl von Unterstützer/innen. Dafür ist eine Registrierung bei change.org erforderlich. Vielleicht ist das Anliegen der Petition an den Vorstand der Deutsche Bahn AG die kleine Mühe wert. Vielen Dank! Helmut Lierhaus

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